11 Experten-Tipps von Google: So sieht die perfekte Webseite aus

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Im November 2015 veröffentlichte Google seine 160 Seiten langen „Search Quality Rating Guidelines“. Die Richtlinien zeigen auf, was gute von schlechten Websites unterscheidet. Das sind die elf wichtigsten Punkte.

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Quelle: shutterstock.com/Bloomua

Stolze 160 Seiten umfassen Googles „Search Quality Rating Guidelines“, die der Internetriese im November 2015 erstmals in dieser Länge veröffentlicht hat. Der Report erläutert, nach welchen Kriterien manuelle Tester eine Website bewerten müssen. Manuelle Tester überprüfen eine Seite händisch auf ihre Qualität. Aber auch für Marketer und Webmaster sind die Guidelines hilfreich. Sie können damit erkennen, wie sich gute und schlechte Websites voneinander unterscheiden. Die elf wichtigsten Learnings daraus hat nun der Econsultancy-Blog zusammengetragen.

1. Verbessern Sie Ihre 404 (page not found) Seite
Es genügt nicht, den Nutzer nur auf das Problem aufmerksam zu machen. Wichtig ist es, die Gründe aufzuschlüsseln und Hilfestellungen zu bieten. Was die 404 Seite daher unbedingt enthalten sollte:

  • Erklärungen, warum die Seite nicht gefunden wird
  • eine Liste mit relevanten Suchergebnissen auf der Seite
  • einen Verweis auf das Suchfeld der eigenen Seite
  • eine Auflistung passender und populärer Links – darunter nicht nur die eigene Homepage

2. Nennen Sie detaillierte Kontaktinformationen
Ein häufiges Manko bei Webseiten: Sie bieten nur ein lästiges und oftmals zu langes Kontaktformular an, konkrete Angaben wie Telefonnummer, Email-Adresse, Name des Ansprechpartners und ähnliches fehlen. Informationen, die laut Google nötig sind, um Vertrauen zum User aufzubauen und der eigenen Seite und Marke ein professionelles und vertrauenswürdiges Siegel zu verleihen. Das gilt sowohl für große Unternehmen als auch für kleine Shops und Dienstleister.

3. Erneuern Sie Ihren wichtigsten Content regelmäßig
Es gibt Webseiten, für die es unerlässlich ist, ihre Inhalte regelmäßig zu aktualisieren. Dazu gehören etwa Seiten mit juristischem oder medizinischem Content. Aber auch für Portale, die keine solchen „sensiblen“ Inhalte publizieren, empfiehlt es sich, den wichtigsten, populärsten und klickstärksten Content alle paar Monate auf den neusten Stand zu bringen. Dazu gehört beispielsweise das Beseitigen von defekten Links und das Erneuern von Bildern.
4. Überdenken Sie Ihre Werbeformate
Die Adblocker-Debatte zeigt, welche Wirkung Werbung im Internet inzwischen auf User hat. Erwartungsgemäß rät Google zu Anzeigen auf der eigenen Seite. Allerdings gibt es einige Varianten, vor denen Google warnt. Dazu gehören zu viele Anzeigen, Pop-Ups, die nicht geschlossen werden können oder Ads, die den sichtbaren Bereich der Seite bereits beim ersten Mal laden großflächig überdecken. Auch von Textlinks neben oder innerhalb der Navigationsleiste wird abgeraten, da sie den User verwirren. Zudem sollten Betreiber an die zunehmende mobile Nutzung denken und entsprechende Werbeformate wählen.
5. Genügend Inhalte zur Verfügung stellen
Bei der Erstellung der Inhalte gelten Regeln, die eigentlich selbstverständlich sind, dennoch aber oft nicht beachtet werden. Wichtig ist es, die Menge des Contents in das richtige Verhältnis zum Werbeanteil zu setzen. Google differenziert zwischen „main content (MC)“, „supplementary content (SC)“ und „advertisements/monetization (ads)“. Der Werbeanteil darf nicht überwiegen, das Verhältnis von MC zu SC zu Ads muss ausgewogen sein.
6. Achten Sie sorgfältig auf Rechtschreibung und Grammatik
Rechtschreib- und Grammatikfehler können passieren – sollten aber nicht nur im Hinblick auf den Nutzer vermieden werden. Auch Google achtet darauf und wertet die Seite entsprechend ab, etwa wenn die Namen von Persönlichkeiten falsch geschrieben sind.
7. Fakten, Fakten, Fakten
Wie wichtig es ist den Content auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen beziehungsweise entsprechend zu kennzeichnen, zeigt Google an einem Beispiel: Eine Webseite hatte Christopher Columbus als Australier ausgegeben. Die Webseite wäre sofort im qualitativen Ranking herabgestuft worden, wäre es nicht eine Seite von Lehrern gewesen, die anhand dieses Beispiels zeigen wollten, wie Informationen interpretiert werden können. Auch wenn der Inhalt per se falsch ist – dank Googles Algorithmus wurde nicht nur der Content, sondern auch der Kontext durchleuchtet und die Seite entsprechend nicht herabgestuft.
8. Hüten Sie sich vor „Copy and Paste“
Freud und Leid des Internets: Ein einfacher Klick genügt und schon lassen sich seitenlange Inhalte für die Hausarbeit oder auch die eigene Webseite von Wikipedia und Co übernehmen. Um das zu verschleiern werden dann oft lediglich einzelne Wörter oder Textpassagen marginal verändert. Kommt hinzu, dass die Originalquelle nicht genannt wird, führt das mit zu den größten Herabstufungen im Google Ranking. Das heißt also: Wenn man sich bei der Content-Erstellung an anderen orientiert, gilt es zum einen die Inhalte nicht als eigene auszugeben und zum anderen den eigentlichen Urheber deutlich zu nennen.
9. Nennen Sie, wenn es möglich ist, immer den Autor
Das leitet zum nächsten Aspekt über. Jeder Text hat einen Urheber. Diesen gilt es auch zu nennen. Das kann stellvertretend ein Unternehmen sein oder eine Person mit Klarnamen. Das ist nicht nur für User ein deutlicher Mehrwert, sondern auch sinnvoll in eigener Sache – denn Google stuft Webseiten ohne Autor schlechter ein.
10. Berücksichtigen Sie Googles Definition von Seitenqualität
Hin und wieder hilft es, sich die Anforderungen Googles zur Page Quality (PQ) ins Gedächtnis zu rufen. Die drei wichtigsten Punkte sind:

  • vor allem auf Qualität und Quantität des Main Contents (MC) achten
  • die „expertise, authoritativeness und trustworthiness (E-A-T)“ der Seite im Blick haben
  • auf die Reputation der Seite achten und entsprechendes Monitoring betreiben

11. Es geht nicht um die Ästhetik 
Wenn es darum geht, die qualitative höchste Webseite zu erstellen, geht es nicht nur um das Aussehen der Webseite, so Google. Das Design der Webseite spielt für das Auge des Users eine Rolle, bei der Vergabe von hohen Ranking-Punkten aber weniger. Hier rät Google sich von dem „Sieht es auch gut aus?“-Gedanken zu verabschieden. Denn: Stimmt der Content, ist das Design zweitrangig.

Autorin: Susanne Gillner auf www.internetworld.de

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