Brasilien kämpft 100 Tage vor der WM mit Problemen

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Den folgenden, interessanten Artikel habe ich auf tagesschau.de gefunden und ich möchte Ihn Euch nicht vorenthalten, denn es ist m.E. schon erschreckend wie der aktuelle Stand in Brasilien so kurz vor der WM ist.

100 Tage vor der Fußball-WM kämpfen Brasiliens Organisatoren mit Problemen: Einige Stadien werden erst im Mai fertig, Flughäfen und Bahnhöfe teilweise sogar erst nach dem Finale. Mancherorts fehlt sogar das Geld für die Fanfeste.

Von Peer Vorderwülbecke, ARD-Hörfunkstudio Südamerika

FIFA-Präsident Sepp Blatter bezeichnet sich gerne als Optimisten. Diese Charaktereigenschaft beeinflusst dann wohl auch die Einschätzung des 77-jährigen Fußballfunktionärs 100 Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft in Brasilien. „100 Tage ist eine lange Zeit“, sagte er. „Es ist eine kurze Zeit, wenn es immer noch Probleme gibt. Aber jetzt sind alle Probleme unter Kontrolle und es wird in 100 Tagen einen außergewöhnlich guten Start geben in ein außergewöhnliches Turnier.“

FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke galerieFIFA-Generalsekretär Valcke hält die Hilfe für Brasiliens Organisatoren für notwendig.
Menschen, die mit etwas weniger Optimismus gesegnet sind, teilen diese Einschätzung eher nicht. FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke jettet seit Monaten zwischen Brasilien und dem FIFA-Hauptquartier in der Schweiz hin und her. Valcke ist der Cheforganisator der WM und seit Monaten nur noch als Feuerwehrmann im Einsatz.

Stadienbau teilweise hinter dem Zeitplan

Ende der vergangenen Woche – vielleicht hatte er noch nicht Rücksprache gehalten mit seinem optimistischen Präsidenten – wurde er auf einer Pressekonferenz gefragt, wie die Vorbereitung in Brasilien im Vergleich zu den Weltmeisterschaften in Deutschland und Südafrika laufe. „Ich werde bestimmt nicht sagen, dass es die einfachste ist“, antwortete er.

„Sao Paulo – das Stadion, in dem das Eröffnungsspiel stattfindet – wird erst am 15. Mai fertig werden. Wir haben zwei weitere Stadien, die ziemlich hinter dem Zeitplan liegen, eines davon ist Curitiba“, berichtete Valcke. „Wir sind jetzt in einer Situation, wo es keine Diskussionen mehr gibt, ob wir bei der Organisation der WM helfen müssen.“

Damit streifte Valcke das schwierige Verhältnis mit den brasilianischen Organisatoren. Bei der letzten WM in Südafrika hat die FIFA den größten Teil der Organisation gestemmt. Für die stolzen Brasilianer kam das nicht in Frage. So hat man sich auch im Alleingang dafür entschieden, zwölf WM-Städte zu haben und nicht zehn, wie von der FIFA vorgeschlagen. Fast überall haben die Bauarbeiten viel zu spät angefangen.

Fanfest in Recife aus Geldmangel abgesagt

In Recife, wo Deutschland das dritte Gruppenspiel gegen die USA austragen wird, ist das Fanfest gestrichen worden. Aus Geldmangel. Für Valcke geht es längst nicht mehr ums Geld. Es geht darum, die Stadien einsatzfähig zu machen. „Um die Telekommunikationssysteme in einem Stadion zu installieren, braucht man mindestens 90 Tage“, sagt er. „Wir arbeiten jetzt unter Bedingungen, da ist der Zement noch nicht trocken und wir bauen schon Dinge auf.“

Dabei geht es nur um die Stadien. Die WM-Projekte für den öffentlicher Personennahverkehr sind entweder abgesagt oder werden erst nach der WM fertig. An den Flughäfen wird überall gebaut. In Fortaleza – auch da spielt die deutsche Mannschaft – wird jetzt ein Zelt am Flughafen aufgebaut, weil der Terminal nicht fertig wird. Und das Fanfest in Rio wird möglicherweise nicht wie geplant am Strand der Copacabana stattfinden – aus Angst vor Demonstrationen.

Quelle: http://www.tagesschau.de/  –  gefunden am 04.03.2014

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