Super Bowl: Das Geschäft mit dem Stromausfall

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Quelle: www.spiegel.de

Reuters

36 Minuten Stromausfall – Blackout – und das beim Super Bowl, dem größten Sportereignis der USA. Doch die Werbewirtschaft reagierte auf ihre Weise: Innerhalb von vier Minuten haben clevere Geschäftsleute spezielle Anzeigen bei Twitter geschaltet. Die Botschaft: „Stromausfall? Kein Problem!“

Hamburg/New Orleans – Reklame beim Super Bowl ist teuer, bis zu 133.333 Dollar kann eine einzige Sekunde Werbezeit während des wichtigsten Football-Ereignisses der USA kosten. Als aber das Endspiel zwischen San Francisco und Baltimore in New Orleans am Sonntagabend für 36 Minuten durch einen Stromausfall unterbrochen wurde, sahen einige Werbetreibende die Chance für deutlich günstigere Werbung gekommen.

Laut einem Bericht des „Wall Street Journal“(„WSJ“) schrieb der Hersteller Oreo auf Twitter: „Stromausfall? Kein Problem“ und hängte ein Foto seiner Kekse an, die man laut Werbetext auch im Dunkeln in Milch tauchen und essen könne („You can still dunk in the dark“).

Andere Unternehmen versuchten in kürzester Zeit, auf Twitter Werbebotschaften zum Suchwort Stromausfall zu buchen. Laut Twitter dauerte es nach Beginn des Stromausfalls nur vier Minuten, bis die ersten Unternehmen entsprechende Gebote abgaben. Auf dem Kurznachrichtendienst können Firmen sogenannte Sponsored Tweets im Umfeld normaler Botschaften platzieren.

Der Super Bowl gilt jedes Jahr auch als Wettbewerb um die originellsten Werbespots. Zu den Gewinnern gehörte diesmal laut einer Umfrage des „WSJ“ ein Spot für den Autohersteller Jeep, in dem Talkmasterin Oprah Winfrey den US-Truppen für ihren Einsatz dankte. Sehr beliebt sei auch ein Werbespot der Fastfood-Kette Taco Bell gewesen, die Senioren beim ausgelassenen Feiern zeigte.

Nur noch wenig Aufregung gab es um eine VW-Werbung, in der ein weißer Amerikaner mit jamaikanischem Akzent spricht, was von manchen als rassistisch kritisiert wurde. Viele Experten hätten dem Spot gute Noten gegeben, schreibt das „WSJ“. „Macht einen glücklich, super Spot“, zitiert die Zeitung den Werber Jay Williams von der Agentur Publicis Kaplan Thaler.

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