Wo geht es hin? Wo stehen wir? Sport und Social Media in den USA

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Sport in den sozialen medienVorbei sind die Tage als man sich seine Sport-News und -Ergebnisse noch im Radio oder Fernsehen geholt hat. Im heutigen Internet-Zeitalter gehen immer mehr Menschen ins World Wide Web, um sich News, Updates und Informationen über Ihr Lieblingsteam und -Athleten zu holen. Speziell die Sozialen Medien wie Facebook und Twitter gewinnen hierbei immer mehr an Beliebtheit. Anhand der User-Zahlen in den USA lässt sich ein deutlicher Trend abzeichnen, der in den nächsten Jahren auch sicherlich so oder so ähnlich in Deutschland Einzug erhält, wenn er das nicht schon längst hat. Im Folgenden möchte ich Euch einige Infos zum Thema Social Media und Sport aus den USA zukommen lassen, die interessant und wegweisend sind. Sicherlich auch für den europäischen Raum.

Heutzutage ist es in den USA 10 mal wahrscheinlicher, dass Sportfans auf Facebook und Twitter nach Neuigkeiten suchen als das Radio einzuschalten. Sogar 81% bevorzugen das Internet als regelmäßiges Medium um sich im Sport auf dem laufenden zu halten. Und wenn Ihr denkt, dass die sozialen Medien und die Homepage der Lieblingsmannschaft nur kurz nach dem Spiel besucht werden, liegt Ihr falsch. Tatsächlich checken 83% der Menschen die sozialen Medien während eines Spiels und erstaunliche 63% checken die neuesten Updates sogar während sie im Stadion live beim Spiel sind.

Athleten und Fans
Ein Grund dafür warum Social Media und Sport so gut zueinander passt ist die Tatsache, das Social Media den Athleten und Teams die einzigartige Möglichkeit bietet direkt mit der Fanbasis in Kontakt zu treten. Vorbei sind die Zeiten, als der Fan nicht näher an den Lieblingssportler heran kam als ein Interview im Fernsehen zu schauen. In der heutigen Welt nutzen, vor allen Dingen in den USA, fast alle Teams und Sportler Twitter und andere Social Media Kanäle, um Ihren Fans einen Einblick in ihr Leben auf und neben dem Spielfeld zu bieten.

Der Ex-NFL Defensive Back John Thorton wurde sogar in einem Mashable Artikel zitiert mit den Worten:

„Social media has taken the place of autographs. Before, you wanted players’ autographs, now you want players to say something back to you on Twitter.“

Teams und Athleten, die Social Media richtig nutzen

Die Olympischen Spiele

Die Olympischen Spiele wurden gemeinhin als die ersten „Socialympics“ bezeichnet und Athleten sowie Fans waren fleißig am tweeten. Und das vor, während und nach den Spielen. Noch nie zuvor sind so viele Postings, Bilder und Kommentare auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Plattformen zum Thema Olympische Spiele ins Netz geladen worden.

Ich bin gespannt ob Profisportler aber auch Amateuere Notiz von diesem Hype genommen haben und was sie tun werden, um Ihre eigenen Social Media Maßnahmen zu starten oder ob wir in Deutschland mal wieder hinterherhinken, während der Rest der Sportlerwelt sich  für den neuen Trend rüstet.

NFL – New York Giants

Weit vorne, wenn es um Social Media geht, sind die New York Giants. Sie waren das erste NFL Team, dass die sozialen Medien ab 2011 vollumfänglich nutzte und nutzt. Fan Tweets werden z.B. im Stadion auf Displaytafeln oder im TV bei Liveberichterstattungen eingeblendet. Ebenso startete der Club ein auf Tweets basiertes Voting, wie gut Ihre Webseite bei den Fans ankommt und rief einen „Social Media Day“ ins Leben, bei dem Fans live Fragen an Spieler stellen konnten und diese auch von den Spielern beantwortet bekommen haben.

Auf Grundlage dieses Vorpreschens der Giants in 2011 ist die NFL mittlerweile ganz auf den Social Media Zug aufgesprungen und hilft den anderen 32 Teams der NFL dabei ein besseres Social Media Marketing zu betreiben. Eine solche Unterstützung ist in Deutschland wohl noch in weiter Ferne bzw. wird es so sicherlich nie geben. Dennoch ist auch hierzulande zu erkennen, dass die großen Clubs, gerade in der 1. Fußball-Bundesliga, sich merklich Mühe geben im Bereich Social Media Boden gut zu machen.

Dallas Cowboys

Die Cowboys nutzen das sog. Hashtag Marketing. Hierbei erlauben Sie Fans über den Hashtag #DCMailbag Fragen an den Verein zu stellen. Im Team Blog bzw. in den Team News auf der Clubhomepage werden dann ausgewählte Fragen mit der dazugehörigen Antwort gepostet. Natürlich Hand in Hand mit einem Sponsorship. Ein interessanter Weg für Vereine Social Media nicht nur zu nutzen, sondern zudem noch zu monetarisieren und Einnahmen daraus zu generieren. Vielleicht auch ein Weg für Deutsche Clubs?

 NHL – New Jersey Devils

Die Devils führen seit Ihrer Gründung der sog. „Mission Control“ die Liste der Social Media Club in der NHL an. Die „Mission Control“ ist ein Digitales Kommando Center, dass Ihren Focus ganz klar im Bereich von Social Media hat. Das Ziel ist es die Fans näher an das Team und die Athleten zu bringen als jemals zuvor. Tatsächlich waren die Devils sogar das erste Sport Team der USA, die damit einhergehend das erste Social Media Monitoring Tool präsentiert haben, auch wenn Sie als Vorbild dafür bei Wirtschaftsunternehmen wie z.B. Dell abgeschaut und sie als Vorbild genommen haben.

NBA

Shaquille O’Neal war wahrscheinlich der erste Social-Media-Basketball-Pionier der USA. Mittlerweile zieht jedoch die gesamte Liga mit und hat das Prinzip von Social Media erkannt und nutzt es für Ihre Marketingzwecke. Die meisten NBA Teams haben Social Media schon in Ihre Webseiten integriert oder sind gerade dabei es zu integrieren.

Zusätzlich hat die NBA 2012 eine erweiterte Social Media Präsenz rechtzeitig zu den Playoffs gestartet. Über offizielle Pinterest und Tumblr Accounts hat die NBA Fans aus der ganzen Welt eingeladen Fotos Ihrer Basketballplätze, wo sie regelmäßig spielen, hochzuladen.

Für die letztjährigen Playoffs nutze die Liga Ihre große Twittergemeinde dann, um all die Plätze der Fans zu zeigen wo sie Basketball spielen und schauen. Mit dieser Maßnahme, genannt „Hoops Around The World“, wurden die Fans ermuntert Fotos von Basketballwürfen und -punkten zu tweeten und mit dem Hashtag #hoops zu versehen.

Zudem hat die NBA den ersten „Social Media Award“ der Liga ins Leben gerufen, der eine Auszeichnung für die Teams und Spieler darstellt, die am meisten mit Ihrem Social Media Engagement erreicht haben.

Fazit

All diese Beispiele zeigen, dass sich in den USA zum Thema Social Media im Sport viel tut, und dass dieses Tool massiv für Marketing- und Imgage-Zwecke genutzt wird. Ohne Zweifel liegt der Erfolg auch daran, dass die Fans in den USA die sozialen Medien momentan noch stärker im Bereich Sport nutzen als die Deutschen. Jedoch kann man dagegen halten, dass der Social Hub zur Deutschen Olympiamannschaft im Jahr 2012 ein voller Erfolg war und es zeigt, dass auch hierzulande die Nutzung solcher Kanäle steigt.
Ich bin überzeugt, dass wir in den nächsten Jahren immer mehr professionell genutzte „Sport Social Media Accounts“ in Deutschland haben werden. Und das nicht nur im Fußball sondern auch in anderen, medial eher schwach vertretenen Sportarten. Für Vereine, Teams und Sportler, gerade im Amateurbereich, gibt es keine kostengünstigere und einfachere Möglichkeit sich einerseits mitzuteilen und andererseits mit Fans in Kontakt zu treten und Ihren Sport der Öffentlichkeit näher zu bringen. Ein erster großer Schritt in diese Richtung stellt sicherlich auch die Plattform splink.de dar, die genau hier ansetzt und den Breitensport unterstützen möchte und wird.

Der Sport steckt im Bereich Social Media noch in den Kinderschuhen und wir werden in den nächsten Monaten und Jahren sicherlich noch große Veränderungen und Entwicklungen sehen.

 

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